Nachrichtenmüde? Über (fake) News, neue Medien und Desinteresse.

Wie gehen wir als Gesellschaft damit um, wenn immer weniger Menschen journalistische Medien nutzen, um sich zu informieren?

Rund die Hälfte der jungen Menschen informiert sich heute ausschliesslich über Social-Media-Plattformen. Deren Geschäftsmodell basiert darauf, uns gezielt Inhalte anzuzeigen, mit denen wir voraussichtlich stark interagieren. Dadurch können polarisierende Inhalte begünstigt werden und es entstehen digitale «Bubbles», in denen sich zunehmend Menschen mit ähnlichen Ansichten versammeln. Diese Entwicklungen sind global und betreffen längst nicht nur junge Menschen.

Für Printmedien und etablierte journalistische Institutionen bedeutet dieser Wandel, dass sie ihre Strukturen und Geschäftsmodelle anpassen müssen, um langfristig bestehen zu können. Gleichzeitig entstehen im digitalen Raum neue Formen journalistischer Arbeit und neue Möglichkeiten, Informationen zugänglich zu machen.

Was bedeutet dieser Wandel für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie? Wie können wir das Interesse an und das Vertrauen in hochwertigen Journalismus erhalten? Welche Risiken entstehen, wenn wir zunehmend unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was Fakten sind, und Algorithmen uns unterschiedliche Realitäten anzeigen? Und welche Chancen bieten dieselben digitalen Plattformen als neue und zugängliche Informationsquellen?

Podiumsdiskussion mit:

  • Caroline Dettling, Journalistin SRF Newsroom und Dokumentarfilmemacherin
  • Andrina Schmid, Journalistin bei #UsetheNews
  • Daniel Süss, Professor für Medienpsychologie (ZHAW)

Moderation: Salvador Atasoy, Produzent und Moderator bei SRF

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Polit-Forum Bern.

Donnerstag, 15. Oktober 2026, 18.30 - 20.00 Uhr
im Polit-Forum im Käfigturm, Marktgasse 67 in Bern.

>> Anmeldung via Polit-Forum Bern, Eintritt frei.